Sozialphobie schränkt das Leben ein


Angst nicht zum Alltag werden lassen
Sozialphobie schränkt das Leben ein
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Das Leid von Menschen mit sozialer Phobie ist groß, denn in ihrem Alltag sind sie stark eingeschränkt. Die Erkrankung lässt sich allerdings in vielen Fällen erfolgreich behandeln.

Betroffene isolieren sich häufig

„Sozialphobische Ängste zentrieren sich auf zwischenmenschliche Situationen, in denen Betroffene eine subjektiv empfundene Bedrohung des eigenen Selbstwertes verspüren. Die Ängste bestehen darin, vermeintliche Fehler zu machen, sich ungeschickt oder beschämend zu verhalten und negative Aufmerksamkeit bis hin zur Erniedrigung oder auch Kränkung zu erleben“, erklärt Dr. Christa Roth-Sackenheim vom Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP). „Die Angst wird dabei zwar als unbegründet und übertrieben erkannt, jedoch als so ausgeprägt erlebt, dass sich Betroffene aus eigener Kraft kaum davon lösen können – auch weil Angstgefühle nicht ausreichend reguliert werden können.“
Die negativ verzerrte Einschätzung sozialer Situationen wirkt sich auch körperlich auf die Betroffenen aus – zum Beispiel in Form von Herzrasen, Zittern und Schwitzen, schlimmstenfalls sogar als Panikattacke. Viele Erkrankte entwickeln daher ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten angesichts sozialer Situationen. Die daraus folgende soziale Isolation kann jedoch zu weiteren psychischen Problemen führen wie Depressionen oder Suchterkrankungen bis hin zu Suizidalität.

Therapeutische Maßnahmen oft erfolgreich

Da eine spontane Genesung nicht zu erwarten ist, sollten Betroffene möglichst frühzeitig psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen. „Eine kognitive Verhaltenstherapie kann unter anderem dabei helfen, Strategien zur Emotionsregulierung zu entwickeln und die Selbstkontrolle zu normalisieren“, rät Roth-Sackenheim. In Kombination mit solchen therapeutischen Ansätzen wirken häufig auch angstlösende Medikamente unterstützend. In Studien zeigen sich die Maßnahmen erfolgreich: So waren nach einer zehnwöchigen Therapie die Hirnareale, die an der Emotionsverarbeitung beteiligt sind, der Behandelten stärker vernetzt als vor der Behandlung.

Quelle: Neurologen und Psychiater im Netz

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